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  1. Gute Laune trotz Schneeflocken

Gute Laune trotz Schneeflocken

70. Jugendtag auf der Luisenburg

Jugendstelle Marktredwitz

Ohne Frage ist der Katholische Jugendtag auf der Luisenburg (Lubu) generationenübergreifend – und das bereits seit 70 Jahren. Die Naturbühne ist seit 1947 nämlich Treffpunkt der katholischen Jugend. Und so manches Kind aus den Anfangsjahren hat ihn später immer wieder in der Rolle als Eltern- und Großeltern besucht. Am Sonntag war es wieder soweit, rund 500 Besucher trafen sich zum gemeinsamen Singen, Beten, Feiern und Erinnern – trotz gefühlten vier Grad Lufttemperatur.

Jugendreferentin Ivona Bayer (Katholische Jugendstelle Marktredwitz) und Barbara Schönauer, ihre Kollegin von der Katholischen Jugendstelle Tirschenreuth, standen hierfür mit einem ganzen Stab an Mitarbeitern seit Monaten in den Planungen. Die mitwirkenden Jugendlichen kamen unter anderem aus den Pfarreien Arzberg, Marktredwitz-Brand, Brand in der Oberpfalz und Mehlmeisel. Begrüßen konnten die beiden Referentinnen Landrat Dr. Karl Döhler, Bürgermeister Manfred Söllner sowie Luisen-Verwaltungschef Harald Benz. „Zurück in die Zukunft – Lubu damals wie heute?“, lautete das diesjährige Motto und davon handelte auch das kleine Theaterstück: Eine Großmutter blätterte darin mit ihren Enkeln im Fotoalbum und erinnerte sich an die lang zurückliegenden Treffen auf der Luisenburg. Originelle Einlagen von Folkloregruppen, Fahnenträgern und tanzenden Ministranten unterstützten das Ganze visuell.

Weil es heuer jedoch ein Jubiläums-Lubu war, fand sich auch ein ganz besonderer Gast von Seiten der Geistlichkeit ein: Domkapitular Monsignore Thomas Pinzer aus Regensburg, er hatte bereits in seiner Jugend dieses Treffen mitgestaltet. Gemeinsam mit Diözesanseelsorger Christian Kalis (Regensburg), Kaplan Thomas Kopp (Wunsiedel) sowie Pfarrer und Kreisjugendseelsorger Konrad Amschl (Tirschenreuth) zelebrierte er auf der Bühne einen feierlichen Gottesdienst. „Ich habe mir vorgenommen, dass es keine Predigt gibt, wenn es heute schneit. Wir sind kurz davor, deshalb gibt es zumindest eine kleine Ansprache“, nahm Thomas Pinzer die kalten Temperaturen mit Humor. Und prompt purzelten im Laufe des Gottesdienstes sogar ein paar Flocken vom Himmel. „Junge Menschen haben Durst nach dem Leben. Das war nach dem Krieg genauso wie heute“, erklärte der Monsignore den Erfolg des katholischen Jugendtages. Musikalisch umrahmt wurde die Feier mit schwungvoller Musik vom Chor- und Instrumentalensemble „Carpe diem“ aus Waldershof. Die eingesammelte Kollekte wurde diesmal für Projekte eingesetzt, die Kindern und Jugendlichen eine bessere Zukunft ermöglichen.

Und was wäre ein Katholischer Jugendtag ohne das zugehörige, originelle Geschenk? In diesem Jahr war es ein kleines Notizbuch, welches sinnbildlich für die offene Zukunft jedes einzelnen Menschen, viele leere Seiten zum Befüllen hat. Und nach dem rund einstündigen Gottesdienst öffnete dann der Jahrmarkt der Jugend auf dem unteren Busparkplatz. Die regionale Band „Noise Attack“ sorgte dort für musikalische Untermalung, Essensstände boten dazu Gaumenfreuden und gute Getränke an. Dazu gab es allerlei christliche Angebote, Vorführungen der Feuerwehr, künstlerische Darbietungen und kurzweilige Spiele. Ganz mutige duellierten sich mit dem elektrischen „Segway“ auf einem Themenparcours. Und der katholische Gemeindereferent Ulrich Frey kredenzte gemeinsam mit dem evangelischen Diakon Claus Heterich Kartoffelpuffer zum Thema „Wir backen das mit der Ökumene“. Dazu gab es Beilagen beider Konfessionen.

Michael Meier